Infobrief I/2019
  1. März 2019

 

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Landesverbandes,

 

nachdem bereits zwei Monate des Jahres 2019 vergangen sind, möchten wir Sie wieder über wichtige Themen der Verbands- und Vorstandsarbeit informieren.

Durch die verschiedenen Wohnorte der Vorstandsmitglieder und die Berufstätigkeit zweier Vorstandsmitglieder ist die Arbeit im Vorstand nicht immer leicht. Trotzdem haben wir uns in diesem Jahr bereits zweimal getroffen. Wir erhalten engagierte Unterstützung durch Frau Lourdes Estigarribia, die seit Dezember 2018 in der Geschäftsstelle des Landesverbandes arbeitet.

Wichtige Informationen zu Veranstaltungen

Liebe Mitglieder, gern informieren wir Sie über Veranstaltungen. Bei externen, also nicht vom Landesverband organisierten Veranstaltungen,  können wir keine Kosten übernehmen. Insbesondere bei den außerhalb unseres Verbandes stattfindenden Veranstaltungen verstehen Sie uns bitte als „Informationen-Streuer“ .Das heißt: wir geben gern weiter, was uns an Veranstaltungen bekannt wird, verantworten diese aber nicht und geben die Informationen auch nur so weiter, wie sie an uns herangetragen werden.

Bei unseren geförderten Veranstaltungen beteiligen wir uns an den Kosten. Die Höhe der Kosten variiert. Das hängt von verschiedenen Kriterien ab: u.a. vom Honorar der Anbieter, der Raummiete, aber auch der Zuwendungshöhe der jeweiligen Fördermittelgeber.

Weitere Informationen und weitere Veranstaltungen entnehmen Sie bitte unserer Website oder fragen gern auch zu unseren Büro-Öffnungszeiten telefonisch nach.

Welche Themen bewegen uns, die Vorstandsmitglieder:

Nicht nur in Sachsen gibt es inzwischen eine schier unüberschaubare Landschaft unterschiedlichster Beratungsstellen und Projekte. Diese können durch gezielte Unterstützung des betroffenen und erkrankten Menschen gegebenenfalls dazu beitragen, Angehörige zu entlasten. Sie sind allerdings nicht angelegt, sich der Sorgen der Angehörigen anzunehmen und die meist sehr komplexen Situationen einzelfallbezogen und auch mit Empathie zu sehen. Kaum eine dieser Beratungsstellen berät in Not befindliche Angehörige, denen im schlimmsten Fall eine Co-Erkrankung droht.

Wir – das ist unser Ziel – möchten genau diese Menschen unterstützen: mit Erfahrungsaustausch, der Vertrauen geben und Mut machen soll, sein Leben nicht als Aufopferung zu verstehen, mit psychoedukativen Veranstaltungen, aber auch Auszeiten und Zusammenkünften, die für Angehörige geschützte Räume des Austauschs und des (An-)Vertrauens sein können.

Oft führen die anstrengenden Situationen dazu, eben nicht strukturiert und gezielt nach geeigneten Mitstreitern zu suchen, sondern sich hilflos zu fühlen… Uns ist daher wichtig, dass Angehörige auf die entsprechenden Angehörigenverbände aufmerksam gemacht werden. Bitte unterstützen Sie uns dabei.

Unser Anliegen ist es in diesem Zusammenhang auch, Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie  als Partner und Verbündete zu gewinnen, die Patienten-Angehörige gezielt und bewusst darauf aufmerksam machen, dass es entsprechende Unterstützung gibt und dass sie nicht allein da stehen. Mit einigen Kliniken gibt es schon eine gute und bewährte Zusammenarbeit.

Trialogische Arbeit und Inklusion sind die auch politisch und rechtlich inzwischen untersetzten – Schlagwörter des letzten Jahres – wir wollen dazu beitragen, dass das nicht Worthülsen bleiben.

Unter der Überschrift „Trialogische Arbeit und Inklusion“ stand auch das Treffen am 07.02.2019 mit der Landtagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen. An dieser Stelle herzlichen Dank an Herrn Gerd Porr, der den Termin als Vorstandsmitglied des WEGE e. V. angeschoben und organisiert hatte. Wir haben als Landesverband – u.a. – umrissen, dass die Barrieren psychisch erkrankter Menschen in Deutschland zu wenig bekannt, untersucht und berücksichtigt werden. (In anderen Ländern – Beispiel Holland – wird das wesentlich mehr berücksichtigt.)

Daraus resultiert u. a.: es gibt zu wenige/ zu wenig barriere-entsprechende Ausbildungs-/Studienplätze bzw. Arbeitsstellen auf dem ersten Bildungs- und. Arbeitsmarkt. Für viele psychisch erkrankte Menschen bleibt es ein schwieriges Unterfangen, einen festen Platz in der Gesellschaft zu finden. In den vielen Inklusionsveranstaltungen der letzten Monate spielen – so nehmen wir das wahr – psychisch erkrankte Menschen kaum eine Rolle, obwohl sie im Bundes-Teilhabe-Gesetz explizit benannt werden. Daher suchen wir weiterhin Partner, die uns bei der Inklusion psychisch eingeschränkter Menschen in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens unterstützen.

Auch Ihre Ideen, liebe Mitglieder, sind uns dabei wichtig und willkommen! Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen und/ oder zu schreiben.

Zum Abschluss unseres Info-Briefes möchten wir Ihnen einen Ausspruch des Zisterzienser-Mönches  Bernhard von Clairvaux (um 1090 bis 1153) mit auf den Weg geben:

Gönne dich dir selbst.

Ich sage nicht: tu das immer.

Ich sage nicht: tu das oft.

Aber ich sage: tu es immer wieder einmal.

Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Angehörigen viel Kraft, um die Hürden des Alltags meistern zu können und einen guten Start in den Frühling.

Im Namen des Vorstandes

Carmen Könitzer und Iris David

 

Hier finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungen 2019